Motorradfahren im Regen Tipps & Hinweise: Das Fahren mit dem Motorrad im Regen ist für die meisten ein sehr unangenehm, für viele sogar ein Alptraum. Etliche Biker schließen die Garagentore sobald schlechtes Wetter aufzieht und der Tag ist gelaufen. Andere wiederum haben panische Angst vor Regen und schleichen, wenn sie in einen Regenschauer kommen, nur noch im Schneckentempo nach Hause. Eines haben aber alle Biker gemeinsam, die nicht im Regen fahren: Sie verpassen etwas und es fehlt ihnen auch schlichtweg an dieser Erfahrung…

Unter Umständen und mit der richtigen Ausrüstung kann sogar das Motorradfahren im Regen Spaß machen, sofern man weiß was man tut, was einen erwartet und wie man sich zu verhalten hat. Hier kommen 5 Tipps, die sogar das Fahren im Regen spaßig werden lassen oder zumindest Sicherheit für die Fahrt nach Hause geben…

Tipp 1: Die richtige Ausrüstung ist der Schlüssel

Wer kennt es nicht. Sobald es zu regnen anfängt wird es nass und oft auch kalt. Durchnässte Motorradkleidung ist schlichtweg der Horror und viele Biker kauern sich auf ihrem Bike zusammen, nehmen eine unnatürliche Haltung, haben eine schlechte Sicht oder fühlen sich einfach nicht mehr wohl.

Wer so bei Regen fährt, der kann keinen Spaß haben und sein Motorrad zusätzlich auch nicht richtig kontrollieren. Guter Regenschutz ist hier das Stichwort! Ein zweiteiliges Regenset, bestehend aus wetterfester Hose und Jacke sowie wasserdichte Stiefel schützen den Fahrer vor Regen und nässe und steigern das Wohlbefinden enorm.

Auch eine gute Sicht ist wichtig um im Regen sicher Motorrad zu fahren. Bei Nässe gilt es vor allem das Visier vor dem Beschlagen zu bewahren und dies geht am besten mit einem Anti-Fog-Visieren bzw. eines speziellen Sprays. Auch ein Atemschutz kann eine Lösung sein. Klare Sicht ist das Schlüsselelement zum Fahrspaß im Regen und daher sollte diesem Punkt besondere Achtung geschenkt werden.

Mit der richtigen Regenausrüstung auf dem Motorrad macht die Nässe überhaupt nichts aus und das Wohlbefinden auf dem Bike wird überhaupt nicht oder nur minimal, zumindest aber nicht körperlich eingeschränkt! Auch die Sichtbarkeit kann durch Signalfarben erhöht werden! Schafft euch die richtige Regenausrüstung an und der erste Schritt zu mehr Sicherheit und Souveränität ist bereits getan!

Ein gutes Preis-Leistungsverhältnis bieten die Produkte von IXS…

Tipp 2: Fahr sanfter, flüssiger und klüger

Veränderte Witterungsbedingungen bedeuten, dass ihr euren Fahrstil anpassen müsst. Weniger Schräglage, sanfteres Gasgeben und Bremsen sollte selbstverständlich sein. Rechnet zudem immer Reserven, auch in der Bremszone ein um nicht plötzliche Manöver, wie starkes Bremsen, unternehmen zu müssen.

Fahrer, die über ein ABS-System verfügen, haben hier das Extra an Sicherheit an ihrer Seite. Auch das richtige Setup der Traktionskontrolle (falls vorhanden) gehört zu den elementaren Dingen des Fahrens im Regen. Mit modernen Fahrassitenzsystemen ist es auch im Regen möglich Spaß zu haben und das zudem noch sicher, da diese im Notfall eingreifen und über spezielle Regenmodi verfügen.

Bedenkt jedoch, dass zu viel Schräglage und sehr plötzliche Aktionen auch keine Elektronik wieder wett machen kann!

Tipp 3: Achte noch mehr auf Kreuzungen

Nässe ist nur Nässe! Das hat einmal ein Fahrlehrer zu mir gesagt und da hat er recht. Zwar ist im Nassen der Grip vermindert, besonders gefährlich ist das aber nicht. Schlimmer ist Schmutz und Öl in Verbindung mit Nässe, welche sich bereits auf der Straße befand und jetzt im Nassen einen Schmierfilm bildet. Besonders hoch ist das Risiko an Kreuzungen und Ampeln auf Ölflecken zu stoßen, da hier Autos und andere Fahrzeuge zum Stehen kommen und evtl. abtropfen. Auch Schmutz ist häufig im Bereich von Abbiegungen angesammelt…

Achtet deshalb extrem darauf an Kreuzungen und Ampeln langsam zu tun um diesen Gefahrenpunkt so gut wie möglich auszuschalten. Auch die verminderte Sichtbarkeit von Motorradfahrern und die schlechtere Sicht der Autofahrer kann dafür sorgen, dass ihr an Kreuzungen schlechter wahrgenommen bzw. übersehen werdet. Deshalb ganz wichtig: Immer schön langsam und bremsbereit an Kreuzungen annähern. Diese Regel gilt zwar meiner Meinung nach immer, sollte aber besonders im Regen beachtet werden!

Tipp 4: Achte auf Bitumenflecken und Kanalschächte sowie Fahrbanmarkierungen und Schienen

Nasser Asphalt ist in der Regel nur halb so schlimm. Gefährlich sind rutschige Fahrbahnmarkierungen, nasser Schmutz, Laub, Bitumen und Kanalschächte. Bitumenflecken und Kanaldeckel können getrost als „schwarzes Eis“ bezeichnet werden und haben schon so manchen Motorradfahrer bei Nässe aber auch trockener Fahrbahn zum Stürzen gebracht. Auch Kopfsteinpflaster und Kacheln sind alles andere als optimale Fahrbahnoberflächen!

Vermeidet nach Möglichkeit diese zu überfahren, falls nötig tut dies jedoch so aufrecht wie möglich und definitiv in keinem spitzen Winkel! Auch das Bremsen auf Kanaldeckeln und rutschigen Fahrbahnoberflächen kann ohne ABS zu einem großen Problem werden und zum Verlust des Vorderrads führen. Wer ABS an Bord hat, kommt hier meist mit einem blauen Auge davon… Gleiches gilt für das Beschleunigen, welches ebenfalls nicht ratsam ist.

Wenn ihr auf eine rutschige Fahrbahnsektion geratet, dann ist es wichtig nicht in Panik zu verfallen. Haltet den Lenker locker, verkrampft nicht und lasst das Motorrad arbeiten. Auch das starke Bremsen oder gar eine Schockbremse ist zu vermeiden! Wenn ihr spürt, dass der Belag keinen Grip bietet, lasst das Bike besser rollen und das mit so wenig Schräglage wie möglich, bis der Belag wieder besser wird! Bremsen ist in den meisten Fällen das sofortige AUS –> Sturz!

Tipp 5: Finde die trockene/saubere Linie

Auch bei Regen oder nasser Fahrbahn lässt sich oft eine saubere und sogar stellenweise trockene Linie finden. Diese ist eigentlich immer dort, wo der Verkehr bzw. die Autos mit ihren Reifen rollen, also nahe an der Mittellinie oder nahe am Fahrbahnrand. Dort fahren andere Fahrzeuge die Straße oft „sauber“ und teils sogar trocken, sodass auch für Motorradfahrer hier mehr Grip zur Verfügung steht. Teils kann man die Unterschiede mit bloßem Auge erkennen…

Wenn ihr die vorstehenden Tipps beachtet und auch bei Regen mit dem Motorrad fahrt, so gewinnt ihr nach und nach an Sicherheit und dem ein oder anderen Motorradfahrer kann sogar das Fahren bei schlechtem Wetter eine Tour nicht mehr versauen. Natürlich ist das Motorradfahren bei schönem Wetter immer geiler, kann mit etwas Wissen und Erfahrung aber auch im Regen Spaß machen bzw. nicht unangenehm werden…

Hinweis: Besonders mit speziellen Supersport-Reifen kann das Fahren im Regen sehr gefährlich werden. Wer nicht unbedingt auf die Rennstrecke fährt, sollte deshalb meiner Meinung nach immer gute Straßensportreifen bzw. Tourensportreifen wählen, welche neben massig und ausreichend Grip auch exzellente Nasslaufeigenschaften aufweisen und somit die Sicherheit deutlich erhöhen!

Fallen dir noch weitere Tipps für eine gute Motorradfahrt im Regen ein? Wie kann man sich im Regen sicher und souverän mit dem Motorrad fortbewegen?

TEILEN
Vorheriger ArtikelDarum macht Enduro Spaß – Wild Super Enduro Trail…
Nächster ArtikelMotoGP Ergebnisse Motegi GP 2017
Marvin
Love riding motorbikes all over the world - Europe. Germany. Austria. Asia. Thailand. Enthusiastic about automotive technique, customising and bike at all. *** MyGarage now: Yamaha MT-09 2017 & Honda CBR500R *** Bikes before: Suzuki GSXR600 K2 (x2), Suzuki GSXR600 Movistar, Suzuki GSXR600 K5, Yamaha YZF-R6, Honda XBR500, Yamaha MT-03, Honda FMX650, KTM EXC 125

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

*